Museumslandschaft Hessen Kassel

   
Katalog der nachantiken Kameen



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Weibliches Brustbild; Gegenstück zu B XVI. Tab. B-V-26

Inv.-Nr. B XVI. Tab. B-V-24
Künstler
unbekannt
Ort
unbestimmt
Datierung
16. Jh. (?)
Steinschnittart
Kamee
Material
Karneol
Materialbeschreibung
kräftiges Orangerot

alles poliert, lediglich das Inkarnat matt
Form
Hochoval
Maße
3,47 x 2,26 x 0,66 cm
Beschriftung
rückseitig Aufkleber (Typ A): "Fastra Dam.V:xoypt:ph"
Provenienz
1730 wohl Nachlaß Landgraf Karl
Zustand
minimale Randabreibung rechts, nur von der Rückseite her sichtbar
K90250  Bild1
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Beschreibung und Einordnung
In erhöhter Randleiste ein weibliches Brustbild im Profil nach rechts, mit kräftiger, leicht gebogener Nase, Diadem und kleinteilig geordneter Frisur, die das Ohr freiläßt. Die Haare sind in Reihen nach hinten gezogen, im Nacken zusammengefaßt und in gedrehter Form wieder am Hinterkopf nach oben geführt und flach befestigt. Schlichtes Gewandstück mit ovalförmigem Brustausschnitt.
Völkel erwähnt im Inventar von 1791, daß der Kopf als Fastradana "Gemalin des Königs Ptolem. Philadelphi" bezeichnet wird, er aber vielmehr der "Julia Mammaea" gleicht. Pinder spricht dann nur noch von "Julia Mammaea", allerdings mit Einschränkung. Die Bildnisse der Julia Mamaea zeigen die gezogenen Wellenhaare und das umgebogene flache Haarnest, sie war die letzte der "syrischen Frauen" (Hafner 1993, S. 152f.).
Das Gegenstück B XVI. Tab. B-V-26 ist ebenfalls aus Karneol geschnitten, lediglich um 3 mm breiter, dadurch wirkt die weibliche Darstellung insgesamt kompakter und das Relief etwas plastischer. Beide Steinschnitte sind als Paar konzipiert und stammen mit Sicherheit von derselben Hand. Die Technik der beiden Karneolschnitte ist relativ schlicht und auffallend hart in der Modellierung, möglicherweise gehören sie zu der Gruppe der 60 liegengebliebenen Stücke nach Labharts Tod (Völkel 1805 (1987/88), S. 20, Anm. 27; vgl. auch hier die Einleitung).

Stand: April 2006

Quellen
Inventar Völkel 1791, Tab. XXII. 24: "Sol der Kopf der Gemalin Königs Ptolem. Philadelphi sein, wie der angefügte Zeddel sagt, wo sie Fastradana heißt. Allein, der Kopf gleicht der Arsinoe, wie diese Königin hieß, nicht. Er gleicht vielmehr der Julia Mammaea. Karneol. Lipp. Dakt. Mill. II. P.2.nro. 429."
Inventar Pinder 1873 (B XVI), B. Tab. V. 24: "Weibliches Porträt, vielleicht Julia Mammaea. Carn. [Vorgängerinventar] XXII 24."
Inventar Pinder 1882-1897 (B V), Tab. III. 23: "Julia Mammaea? Carneol. [Vorgängerinventar] V 24."

Literatur
unpubliziert

Vergleich
Völkel 1805 (1987/88), S. 20, Anm. 27


Es wird empfohlen, für den Online-Katalog der nachantiken Kameen folgende Zitierweise zu verwenden:
Heidi Schnackenburg-Praël, [entsprechende Inv.-Nr. bzw. Einleitungstext], in: Bestandskatalog der nachantiken Kameen in der Sammlung Angewandte Kunst der Staatlichen Museen Kassel, hrsg. von Michael Eissenhauer, bearb. von Heidi Schnackenburg-Praël, Online-Kataloge der Staatlichen Museen Kassel, Kassel 2006, <http://www.museum-kassel.de [Datum des Besuchs der Website]>

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