Museumslandschaft Hessen Kassel

   
Katalog der nachantiken Kameen



  Nachantike Kameen>> Tablar VI >> B XVI. Tab. B-VI-42




1. Tablar I

2. Tablar II

3. Tablar III

4. Tablar IV

5. Tablar V

6. Tablar VI

7. Tablar VII

 

 

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 B XVI. Tab. B-VI-42 Bild
LupeDetailansicht

<<_zurück     42/49   weiter_>>

[Druckansicht]


Brustbild eines eines römischen Kaisers

Inv.-Nr. B XVI. Tab. B-VI-42
Künstler
Kasseler Hofwerkstatt
Ort
Kassel
Datierung
Ende 17. Jh.
Steinschnittart
Kamee
Material
Chalcedonachat
Materialbeschreibung
milchig weißes Relief mit rötlichem Hauch auf hellgrauem Grund; die Grundplatte hat rote und schwarze Einschlüsse, hauptsächlich von der Rückseite her sichtbar

Bildseite poliert, Rückseite matt
Form
Hochoval mit begradigten Längsseiten
Maße
3,39 x 2,62 x 0,77 cm
Beschriftung
rückseitig Aufkleber (Typ A): "[...] - 102"
Aufkleber, lose (Typ B): "IV 39"
Provenienz
1730 Nachlaß Landgraf Karl
Zustand
Unregelmäßigkeiten am Rand, rechts in der Mitte kleinere, rechts unten flache Randabsplitterung
K90127  Bild1
LupeDetailansicht



Beschreibung und Einordnung
Der bartlose Imperator blickt im Profil nach rechts, der Blick ist streng und etwas starr. Auf seinen Haaren ein Lorbeerkranz, das kaiserliche Attribut, mit zum Nacken hin herabhängender Schleife mit flatternden Bändern. Über der Rüstung trägt er eine Toga, die durch eine Schließe über seiner rechten Schulter gehalten wird. Möglicherweise gehört die Kamee zu einer Imperatorenserie. Wen der Imperator darstellt, ist wie so häufig schwer bestimmbar. Es könnte möglicherweise Domitian sein. Weber stellt bei einer Imperatorenserie der Münchner Münzsammlung fest, daß "die Physiognomien so wenig charakteristisch sind, daß eine Benennung der Dargestellten nicht möglich ist" (Weber 1995, S. 77).
Die Stilverwandtschaft zu einer weiteren Kasseler Imperatorenkamee (B XVI. Tab. B-VI-44) ist auffällig, beide Stücke stammen wohl von derselben Hand. Häufig wurden solche Imperatorenserien für dekorative Zwecke verwendet.

Stand: April 2006

Quellen
Designationsliste (1730) 1753, Nr. 96 (?): "Achtzehn Stück Köpfe und allerhand Figuren, in orientalischen Steinen. [Nachlaßinventar] 102."
Inventar Völkel 1791, Tab. XXIII. 42: "Unbekanter Kopf eines Kaisers." ("Achat" mit Bleistift hinzugefügt)
Inventar Pinder 1873 (B XVI), B. Tab. VI. 42: "Imperatorenkopf. Achat."
Inventar Pinder 1882-1897 (B V), Tab. IV. 39: "Imperatorenkopf. Achat. [Vorgängerinventar] VI 42."

Literatur
unpubliziert

Vergleich
Weber 1995, S. 77


Es wird empfohlen, für den Online-Katalog der nachantiken Kameen folgende Zitierweise zu verwenden:
Heidi Schnackenburg-Praël, [entsprechende Inv.-Nr. bzw. Einleitungstext], in: Bestandskatalog der nachantiken Kameen in der Sammlung Angewandte Kunst der Staatlichen Museen Kassel, hrsg. von Michael Eissenhauer, bearb. von Heidi Schnackenburg-Praël, Online-Kataloge der Staatlichen Museen Kassel, Kassel 2006, <http://www.museum-kassel.de [Datum des Besuchs der Website]>

[ Quellen- und Literaturliste ] [ Zitierweise] [ Impressum]