Museumslandschaft Hessen Kassel

   
Katalog der nachantiken Kameen



  Nachantike Kameen>> Tablar IV >> B XVI. Tab. B-IV-9




1. Tablar I

2. Tablar II

3. Tablar III

4. Tablar IV

5. Tablar V

6. Tablar VI

7. Tablar VII

 

 

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 B XVI. Tab. B-IV-9 Bild
LupeDetailansicht

<<_zurück     9/64   weiter_>>

[Druckansicht]


Affenkopf

Inv.-Nr. B XVI. Tab. B-IV-9
Künstler
unbekannt
Ort
unbestimmt
Datierung
17. Jh.
Steinschnittart
Kamee
Material
Tigerauge (Katzenauge oder Afteria)
Materialbeschreibung
von Dunkelbraun bis ins Gold-Gelb schillernd, je nach Lichteinfall; Rückseite konkav ausgeschlegelt

rundum stark poliert
Form
Hochoval
Maße
2,38 x 1,88 x 0,81 cm
Beschriftung
rückseitig Aufkleber (Typ B): nicht lesbar
Provenienz
1753 Kunsthaus
Zustand
minimale Fehlstellen am linken und rechten Rand, möglicherweise durch eine ehemalige Fassung
K90211  Bild1
LupeDetailansicht



Beschreibung und Einordnung
Ein Affenkopf en face, nach unten spitz zulaufend, jedoch mit gerundetem Kinn. Die Augen mit Pupillen sind weit geöffnet, die schmalen langen Ohren liegen eng an. Die Kopfrundung über der niedrigen Stirn ist mit gestrichelten Haaren ausgefüllt.
In Völkels Steininventar von 1791 ist die Angabe "Pallas oder Minerva" bereits durchgestrichen und als "fehlt" gekennzeichnet. Hinzugefügt ist "Hier liegt jetzt XII.81". Bei Völkel steht bei XII.81 "Ein Affenkopf. Katzenauge oder Afteria". Pinder (1873) gibt bei B XVI. Tab. B-IV-9 den Affenkopf mit "Achat gelb" an und verweist auf Völkel B XVI. Tab. B-XII-81.
Es handelt sich um eine Kuriosität. Schloß Rosenborg in Kopenhagen besitzt ebenfalls einen Affenkopf aus Katzenauge (Bencard/Hein 1995, S. 62), eine kleine Kapsel mit einem Spiegel auf der Rückseite. Enthalten ist darin ein Riechschwämmchen sowie Miniaturen mit französischen Sinnsprüchen, die Menschen und Affen gleichstellen. Erworben wurde das Kopenhagener Stück vermutlich im Jahre 1647 in Paris. Erwähnt wird in dem Kopenhagener Katalog die ikonographische Bedeutung des Affen als Sinnbild der Eitelkeit.
Bei diesem Stück ist die Rekonstruktion des Zustands nach Völkels Inventar von 1791 nicht gelungen, und die ursprüngliche Kamee "Pallas oder Minerva aus Muschel" konnte nicht identifiziert werden; deshalb blieb dort das interessante Stück mit dem Affenkopf, das Pinder hier eingeordnet hat, liegen.

Stand: November 2006

Quellen
Inventar Völkel 1791, Tab. VII. 9: "Pallas oder Minerva. Muschel. B.IV.10."
Inventar Pinder 1873 (B XVI), B. Tab. IV. 9: "Ein Affenkopf. Achatgelb. XII 81./ Tab. XII.81 Ein Affenkopf. Katzenauge oder Afteria. B.IV.9. gelegt auf Tab.VII.10. / VII.B.III.10."
Inventar Pinder 1882-1897 (B V), Tab. II. 8: "Ein Affenkopf. Gelb. Achat. [Vorgängerinventar] IV.9."

Literatur
unpubliziert

Vergleich
Bencard/Hein 1995, S. 62 mit Abb.


Es wird empfohlen, für den Online-Katalog der nachantiken Kameen folgende Zitierweise zu verwenden:
Heidi Schnackenburg-Praël, [entsprechende Inv.-Nr. bzw. Einleitungstext], in: Bestandskatalog der nachantiken Kameen in der Sammlung Angewandte Kunst der Staatlichen Museen Kassel, hrsg. von Michael Eissenhauer, bearb. von Heidi Schnackenburg-Praël, Online-Kataloge der Staatlichen Museen Kassel, Kassel 2006, <http://www.museum-kassel.de [Datum des Besuchs der Website]>

[ Quellen- und Literaturliste ] [ Zitierweise] [ Impressum]